Zugspitze und Bayerische Nordalpen: Am Wochenende am Samstag und Sonntag jeweils ab den Mittagsstunden labil. Auf sorgfältige Tourenplanung achten!

Die Bergwachtbereitschaften am Bayerischen Alpenrand haben derzeit Hochbetrieb, aber viele Einsätze könnten durch eine sorgfältigere Tourenplanung...

Die Bergwachtbereitschaften am Bayerischen Alpenrand haben derzeit Hochbetrieb, aber viele Einsätze könnten durch eine sorgfältigere Tourenplanung seitens der Bergwanderer, Klettersteiggeher und Kletterer ohne großen Aufwand vermieden werden. Alleine die Bergwachtbereitschaft Grainau, die sich das Einsatzgebiet um Zugspitze und Alpspitze mit den Kameraden aus Garmisch-Partenkirchen teilt, war am vergangenen Sonntagnachmittag und -abend gleich mit drei parallelen, sehr alpinen Rettungseinsätzen im Höllental, in der Kletterroute „Eisenzeit“ an der Zugspitze und im Matheisenkar an der Alpspitze beschäftigt, die bei schwierigen Flugbedingungen und einsetzender Dämmerung auch immer ein gewisses Restrisiko für die Einsatzkräfte bedeuten.

Natürlich lassen sich nicht alle Bergunfälle ausschließen, aber eine sorgfältige Tourenplanung mit genügend Zeitpuffer über das kalkulierte Tourenende hinaus, kann vor allem bei langen Touren und labilen Wetterlagen mit Gewittergefahr so manchen Rettungseinsatz bereits im Ansatz vermeiden. Eine solch labile Wettersituation stellt sich im Zugspitzgebiet für das Wochenende voraussichtlich am Samstag und Sonntag jeweils ab den Mittagsstunden ein, wo mit einigen Gewittern gerechnet werden muss (Quelle: DAV Bergwetter - Bayerische Alpen). Da heißt es je nach Tour bereits frühmorgens oder sogar schon vor Sonnenaufgang aufzubrechen, um noch vor den möglichen Gewittern z.B. am Zugspitz- oder Alpspitzgipfel anzukommen bzw. die schützende Hütte zu erreichen. Dass zusätzlich noch die an das jeweilige Tourenziel angepasste Ausrüstung dabei sein sollte (u.a. stabile Bergschuhe mit guter Profilsohle, Funktionelle Berg- und Wetterschutzkleidung inkl. Mütze und Handschuhe, Orientierungsmaterial, Handy, Erste-Hilfe-Set, Tourenproviant inkl. Getränk, ggf. notwendige Sicherungs- und Alpinausrüstung), versteht sich von selbst. Und wer dann noch alle konditionellen und technischen Voraussetzungen für die Länge und Schwierigkeit der gewählten Tour mitbringt, kann sich auch guten Gewissens an anspruchsvolle und lange Touren wagen.

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