Aktuelle Informationen zu den Verhältnissen an der Zugspitze (Aufstieg/Klettersteig durch das Höllental)!

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Bis zum Brett ist der Anstieg mit Ausnahme von letzten Schneeresten vor der Höllentalangerhütte schneefrei. Unmittelbar nach dem Brett auf ca. 1760 m beginnt der Schnee und bis auf wenige bereits apere Stellen unterhalb des Grünen Buckels liegt noch sehr viel Altschnee, der natürlich mit der tageszeitlichen Erwärmung auch noch in den nächsten 2 - 3 Wochen unangenehm tief werden kann.

Aktuelle Informationen zu den Verhältnissen an der Zugspitze(Aufstieg/Klettersteig durch das Höllental)!
Bis zum Brett ist der Anstieg mit Ausnahme von letzten Schneeresten vor der Höllentalangerhütte schneefrei. Unmittelbar nach dem Brett auf ca. 1760 m beginnt der Schnee und bis auf wenige bereits apere Stellen unterhalb des Grünen Buckels liegt noch sehr viel Altschnee, der natürlich mit der tageszeitlichen Erwärmung auch noch in den nächsten 2 - 3 Wochen unangenehm tief werden kann. Ein Vorteil dabei ist, dass man nicht an den Hängen unterhalb der Riffelköpfe bzw. der Kleinen Riffelwandspitze queren muss, sondern direkt in der Mulde zum Höllentalferner aufsteigen kann. Auf dem Gletscher des Höllentalferners liegt noch extrem viel Schnee, alle Spalten sind komplett zu. Ca. 100 Höhenmeter unter dem Einstieg des Klettersteigs bei ca. 2360 m befinden sich dann die ersten Ausläufer gewaltiger Lawinen, d.h. man steigt über diese und dann zuletzt wieder auf dem tiefen Altschnee nach rechts zum Einstieg des Klettersteigs an (Einsinktiefe hier je nach Temperatur und Sonneneinstrahlung mehr als knietief!). Die Randkluft ist derzeit noch minimal offen bzw. problemlos zu traversieren und der Anstieg über die rechte Leiter (Eisenklammern) beträgt lediglich 5 - 6 Meter bevor man auf die Bänder trifft, die nach rechts zur Fortsetzung des Klettersteigs führen. Schon nach wenigen Metern auf dem Klettersteig beginnen dann aber die ersten Unterbrechungsstellen, d.h. das Stahlseil ist teilweise noch komplett unter dem kompakten Altschnee und man ist gezwungen einige heikle Querungen zu absolvieren. Hier benötigt man je nach Tageszeit und Schneehärte unbedingt einen Eispickel und ggf. sogar Steigeisen! Die Altschneereste, unter denen das Stahlseil verborgen ist, werden mit zunehmender Höhe dann immer mehr, d.h. die Querungen betragen im steilen Gelände bis zu 40 m! Große Vorsicht vor Nassschneerutschen(!), die aus dem darüber liegenden Gelände abgehen können sowie insbesondere vor den vereisten Stellen(!), wo der Fels nur wenig Schneebedeckung aufweist und sich Blankeis gebildet hat!. Ab der Irmerscharte bis zum Gipfel ist bis auf die ersten Meter ab der Scharte dann das Stahlseil noch komplett unter dem Schnee verborgen und man ist wegen der teilweise vereisten Stellen gezwungen, entweder mit Steigeisen zu gehen oder auf den brüchigen Rippen zu klettern. Beides erfordert aufgrund des steilen Absturzgeländes natürlich die entsprechende Technik und Erfahrung, weshalb durchschnittlichen oder gar unerfahrenen Bergsteigern bzw. Klettersteiggehern von einer Begehung des Anstiegs derzeit unbedingt abzuraten ist! Insgesamt betrachtet ist der Anstieg (mit gut einem Drittel der Stahlseilsicherungen unter dem Altschnee) aktuell bis in die nächsten Wochen deutlich anstrengender und anspruchsvoller als unter normalen Bedingungen (mit wenig Altschnee auf dem Höllentalferner und einem schneefreien Klettersteig)!

 

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